Berufliche Handlungskompetenz ist das Ziel jeder Berufsbildung, diese erwirbt man durch reflektiertes Handeln in herausfordernden berufstypischen Lernaufgaben. Es ist eine besondere Herausforderung für Ausbilder, diese Aufgaben so zu definieren, dass sie die Auszubildenden weder über- noch unterfordern.
Dies hat oft unterschätzte betriebswirtschaftliche Folgen. Die Forschung beobachtet eine deutliche Verschiebung der Motivation und des Engagements Beschäftigter weg von der Identifizierung mit dem Betrieb und hin zur Identifizierung mit dem Beruf. Berufliche Kompetenz schafft Identität und diese ist eng verbunden mit Motivation. Diese ist im harten Wettbewerb aber entscheidender Wettbewerbsfaktor.
Eine kleine Broschüre erläutert, wie Ausbilder ohne besondere pädagogische Konzepte mit herausfordernden betrieblichen Aufgaben beste Ausbildungsergebnisse erreichen können. Darunter finden sich viele praktische Tipps, die selten mit dem Ausbilderschein vermittelt werden:
- Auswahl geeigneter Lernaufgaben für Anfänger, Fortgeschrittene und Könner,
- wirtschaftliche Einbettung des Arbeitsauftrags in den betrieblichen Ablauf,
- Strukturieren des Berichtsheftes als zentrales Steuerungsinstrument und Ausbildungsnachweis,
- Lernvereinbarungen und Bewertung sozial-kommunikativer Kompetenzen im Berichtsheft,
- Einordnen der Arbeitsaufgaben in komplette Geschäftsprozesse,
- moderne Grundsätze für Begleitung und Coaching der Azubis,
- Initiieren von Teamarbeit für Azubis.
Die Broschüre "Lernen im Betrieb - eine Handreichung für Ausbilder und Personalentwickler" ist beim Christiani Verlag erschienen und kostet 12,90 Euro. Bestellung ist z.B. hier möglich: http://www.christiani.de/product_info.php/products_id/10128.
Eine Leseprobe ist im Internet verfügbar: http://www.ibb.uni-bremen.de/fileadmin/user/Publikationen/Leseprobe__Lernen_im_Betrieb.pdf
(Quelle: Sächsisches Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr / Referat Berufliche Bildung, Christof Voigt)